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Was ist Likör?
Liköre sind gesüßte Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mindestens 15% vol. und einem Zuckergehalt von mindestens 100 g/l. Die Basis bilden Alkohol, Wasser und Zucker. Je nach Art des Likörs kommen natürliche Aromen von Kräutern, Gewürzen, Früchten oder Nüssen hinzu. Häufig nutzen Brennereien Neutralalkohol oder Destillate aus Obstbränden, die sie anschließend aromatisieren.
Der Zuckergehalt von Likören liegt deutlich höher als der von Schnaps, wodurch die Destillate ihre weiche Textur und einen intensiv-süßen Geschmack bekommen. Schnaps und andere Spirituosen wie Whisky oder Gin verzichten hingegen auf einen Zuckerzusatz und wirken dadurch trockener. Damit zählt Likör klar zu den süßen Genussmitteln. Zudem bietet er eine deutlich größere stilistische Vielfalt als andere alkoholische Getränke. Wir zeigen dir die verschiedenen Likörsorten in der Übersicht.
Welche Likörsorten gibt es?
Es gibt Fruchtlikör, Kräuterlikör (darunter Halbbitterlikör), Gewürzlikör, Sahnelikör und Nusslikör.
- Fruchtliköre werden mit den Aromen von Beeren, Zitrusfrüchten oder Steinobst verfeinert. Dementsprechend zeichnen sie sich durch intensiv-fruchtbetonte Aromen aus. Besonders beliebt sind zum Beispiel Kirsch- und Orangenlikör. Der erhöhte Zuckergehalt sorgt für eine ausgewogene Süße und rundet die natürliche Fruchtsäure ab.
- Kräuterliköre entstehen aus Pflanzenextrakten, Blättern, Wurzeln oder Samen. Die Rezepturen variieren je nach Brennerei, wobei bittere oder würzige Noten meist im Vordergrund stehen. Viele Kräuterliköre schmecken kräftig und beim ersten Probieren machmal etwas ungewohnt. Trotzdem geht für viele Likörfreunde nichts über den würzigen Geschmack von Salbei, Kamille und anderen Kräutern.
- Halbbitterliköre bilden eine Untergruppe der Kräuterliköre. Geschmacklich bewegen sich diese Destillate zwischen süß und bitter. Sie enthalten oft Kräuter, Zitrusschalen oder Gewürze, die eine dezente Süße erzeugen.
- Gewürzliköre enthalten Zutaten wie Zimt, Nelken, Vanille oder Kardamom. Sie wirken aromatisch dicht und eignen sich hervorragend für saisonale Drinks oder als Digestif – besonders in der kalten Jahreszeit. Die Balance von Zucker und Alkohol entscheidet hier über Harmonie und Trinkfluss.
- Sahneliköre zeichnen sich durch eine cremige Textur und einen milden, ausgewogenen Geschmack aus. Hierfür greifen die Erzeuger auf Milch oder Sahne zurück, die sie mit Alkohol und Zucker zu einer runden Mixtur verbinden. Sahne- und Cremeliköre wirken oft süß, dabei allerdings unaufdringlich. Sie eignen sich pur, auf Eis oder als Zutat in Desserts und cremigen Cocktails.
- Nussliköre wie Haselnusslikör oder Mandelvarianten basieren auf gerösteten Nüssen und liefern intensive, leicht süßliche Aromen. Sie passen hervorragend zu Desserts wie Eiscreme, sind aber auch pur ein absoluter Genuss.
- Eierlikör basiert auf Eigelb, Zucker und Alkohol und zeichnet sich durch eine besonders dichte, cremige Konsistenz aus. Die Herstellung ist besonders anspruchsvoll, da Ei empfindlich auf Alkoholgehalt und Temperatur reagiert. Geschmacklich steht Eierlikör für süße, runde Noten und eignet sich als Zutat für Desserts als auch für den puren Genuss.
Empfehlung: Unsere angesagten Liköre
- Der Walcher Limoncello basiert auf sonnengereiften Zitronen aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Mazeration der Schalen sorgt für intensive Zitrusaromen, die von einer feinen Süße begleitet werden. Ideal als Digestif oder gut gekühlt an warmen Tagen. Für die Qualität dieses Limoncellos spricht auch seine Gold-Auszeichnung beim Internationalen Spirituosen Wettbewerb (ISW).
- Caffè Borghetti ist ein klassischer Kaffeelikör aus Italien, hergestellt auf Basis von Espresso. Kräftige Röstaromen, eine dezente Süße und ein klarer Kaffeegeschmack machen ihn zu einer beliebten Zutat in Cocktails wie dem White Russian und dem Espresso Martini – oder für den puren Genuss nach dem Essen.
- Einen milderen Kaffeegeschmack bietet dir der Walcher Cappuccino. Der Sahnelikör kombiniert Kaffee, Milch und Alkohol zu einem cremigen Geschmackserlebnis. Die Textur ist weich, die Aromen ausgewogen. Die sanfte Kaffeenote passt zu ansprechenden Desserts oder für den puren Genuss auf Eis.
- Der Haselnusslikör von Ziegler überzeugt mit sanften Aromen von gerösteten Nüssen, Vanille und Schokolade. Sorgfältig destilliert und gekonnt verarbeitet erhältst du hier feine Nussnoten ohne aufdringliche Süße. Genieß diesen Likör am besten pur bei Zimmertemperatur oder leicht gekühlt, damit er sein volles Aroma entfalten kann.
- Cointreau ist der wohl bekannteste Orangenlikör der Welt. Bekannt ist er vor allem für seine hervorragende Balance aus Süße und Bitterkeit. Die Basis bilden Orangenschalen, deren Intensität bei der Destillation erhalten bleibt. Mit seinem unverwechselbaren Geschmack hat sich Cointreau längst einen festen Platz in den Cocktailbars der Welt gesichert.

Wie wird Likör hergestellt?
Die Likörherstellung beginnt mit der Auswahl der Rohstoffe. Je nach Sorte werden Früchte, Kräuter oder Nüsse zerkleinert und in Alkohol eingelegt (Mazeration). Dabei lösen sich Aromen und Farbstoffe aus den eingelegten Zutaten und gehen auf den Basisalkohol über. Anschließend mischen die Brennereien den erforderlichen Zucker und ggf. weitere Destillate hinzu. Viele Qualitätsliköre verzichten bewusst auf künstliche Aromastoffe.
Bevor der Likör nach einer Ruhephase in die Abfüllung geht, wird er mit Wasser auf die gewünschte Trinkstärke gebracht. Die meisten Liköre bewegen sich typischerweise zwischen 15% und 35% vol., wobei es je nach Likörsorte große Unterschiede geben kann:
- Kräuterliköre liegen häufig im mittleren bis höheren Bereich, oft um die 35% vol.
- Fruchtliköre weisen oft einen moderateren Alkoholgehalt zwischen 15 und 30% vol. auf.
- Bei Creme- oder Sahnelikören liegt der Alkoholgehalt in der Regel mit 15 bis 17% vol. nah an der gesetzlichen Untergrenze.
- Einzelne Likörspezialitäten können auch einen deutlich höheren Alkoholgehalt mitbringen. 40% vol. oder mehr sind hier möglich.
Drei köstliche Cocktail-Rezepte mit Likör
Dank seiner Vielfalt eignet sich Likör hervorragend als Basis für diverse Cocktails. Unsere liebsten Cocktails mit Likör haben wir im Folgenden für dich zusammengefasst. Alle Rezepte kannst du auch alkoholfrei abwandeln, indem du den Likör zum Beispiel mit Sirup oder – im Fall von Kaffeelikör – mit abgekühltem Kaffee ersetzt. Einen passenden Alkoholfrei-Tipp findest du in den Rezepten.
White Russian
The Big Lebowski lässt grüßen: Der White Russian zählt mit seiner Kombination aus Kaffeelikör und Sahne zu den kultigen Klassikern der Cocktailwelt. Für eine alkoholfreie Variante verzichtest auf einfach auf den Vodka und verwendest abgekühlten Kaffee statt des Likörs.

Zutaten
- 5 cl Vodka
- 2 cl Kaffeelikör (z. B. Caffè Borghetti)
- 3 cl Sahne
Zubereitung
- Vodka und Likör auf Eis ins Glas geben.
- Kurz verrühren.
- Sahne langsam darüber gießen.
Chocolate Hazelnut Martini
Ein schokoladiger Dessert-Cocktail mit Haselnusslikör. Für die Mocktail-Variante kannst du den Likör einfach durch Haselnusssirup ersetzen und den Vodka durch Wasser.

Zutaten
- 4 cl Haselnusslikör (z. B. Walcher Noisetto)
- 2 cl Vodka
- 2 cl Schokoladensirup
- Kakaopulver (optional)
Zubereitung
- Alle Zutaten mit Eis shaken.
- In ein gekühltes Glas abseihen.
- Optional mit Kakao bestäuben.
Mudslide
Der Mudslide ist ein cremiger Cocktail auf Basis von Kaffee- und Sahnelikör mit Vodka. Der Drink verbindet süße Röstaromen mit einer herrlich weichen Textur. Gut gekühlt serviert, eignet er sich besonders gut zum Dessert. Ohne Alkohol funktioniert er großartig mit abgekühltem Kaffee, etwas Sahne und Schokoladensirup.

Zutaten
- 3 cl Kaffeelikör (z. B. Caffè Borghetti)
- 3 cl Sahnelikör
- 3 cl Vodka
Zubereitung
- Alle Zutaten mit Eis shaken.
- In ein Glas füllen.
- Kurz ruhen lassen.
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FAQ – Häufige Fragen zu Likör
Die Basis jeden Likörs sind Wasser, Alkohol und Zucker. Je nach Sorte kommen Früchte, Kräuter, Nüsse oder Gewürze hinzu, die durch Mazeration oder Destillation ihr Aroma abgeben.
Likör enthält mindestens 100 Gramm Zucker pro Liter und mindestens 15% vol. Alkohol. Schnaps verzichtet hingegen auf Zuckerzusatz und hat oft einen Alkoholgehalt von 40% vol. oder mehr.
Frucht- bzw. Orangenliköre wie Cointreau sind im Sommer besonders beliebt. Im Winter beginnt hingegen die Zeit der Sahne-, Kräuter- und Kaffeeliköre.
Haselnusslikör trinkt man am besten pur bei Zimmertemperatur oder leicht gekühlt. Zudem eignet er sich wunderbar als Cocktailzutat oder zu Desserts.
