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Was genau ist Brandy?
Brandy ist ein Weinbrand, der durch die Destillation von hochwertigen Weinen entsteht. Als Kurzform des englischen »brandy wine« taucht der Begriff »Brandy« seit dem 19. Jahrhundert auch im Deutschen auf. Die Bezeichnung fasst den Herstellungsprozess der Spirituose bereits treffend zusammen: Denn für einen Brandy wird der Wein nach Gärung in einem zusätzlichen Schritt destilliert, um die Aromen zu konzentrieren und den Alkoholgehalt zu erhöhen. Das Ergebnis ist ein golden schimmerndes Destillat, das sich je nach Herkunft, Rebsorte und Reifedauer im Geschmack unterscheidet.
Einen großen Teil der Brandy-Faszination macht die Vielseitigkeit dieses Spirits aus. Es gibt berühmte Brandy-Marken aus Spanien, Frankreich, Griechenland und vielen anderen Ländern. Jede Herkunft bringt ihre eigenen Traditionen und Stile mit, woraus geschmacklich verschiedene Destillate entstehen.
Der Unterschied zwischen Branntwein, Weinbrand und Brandy
- Branntwein ist ein Oberbegriff für alle durch Destillation hergestellten Spirituosen – unabhängig vom verwendeten Rohstoff. Damit sind Weinbrand und Brandy jeweils eigene Branntwein-Sorten. Auch Obstbrände, Getreidedestillate oder aromatisierte Varianten fallen in diese Gruppe.
- Weinbrand ist in Deutschland eine geschützte Bezeichnung für aus Wein destillierten Brand mit einem Mindestalkoholgehalt von 36% vol. Weinbrand muss mindestens sechs Monate in Eichenholzfässern reifen, sofern diese nicht mehr als 1000 Liter fassen. Bei größeren Holzfässern beträgt die erforderliche Reifezeit zwölf Monate.
- Beim Brandy handelt es sich um eine internationale Variante des Weinbrands. Für ihn gelten länderspezifische Vorschriften zu Rohstoffen und Reifezeit. Deshalb bietet Brandy eine besondere regionale Vielfalt: So reift spanischer Brandy de Jerez in Sherryfässern, während griechischer Metaxa mit Muskatellerwein und Kräutern hergestellt wird. Auch die französischen Cognac und Armagnac sind Brandys.
Herstellung und Reifung von Brandy: Ein Blick hinter die Kulissen
Für die Brandy-Destillation wählen die Erzeuger sorgfältig die passenden Grundweine aus. Diese stammen in der Regel aus weißen Rebsorten mit einem neutralen bis fruchtigen Charakter. Nach der Gärung werden die Weine in Kupferbrennblasen oder modernen Kolonnendestillationsanlagen gebrannt. Dabei konzentrieren die Brennmeister den Alkohol und die gewünschten Aromastoffe können sich entwickeln.
Preiswerte Brandys entstehen oft aus nur einmal destillierten Weinen und lagern für einen kürzeren Zeitraum, während Premium-Brandys mehrfach destilliert werden und länger reifen. Über die Qualität eines Brandys entscheiden vor allem die Destillationsmethode sowie die Qualität und Frische der verwendeten Weine. Auch die Reifung in Eichenfässern prägt den endgültigen Charakter eines Brandys maßgeblich. Französische Eiche verleiht dem Brandy oft feinere, vanillige und leicht würzige Noten, während amerikanische Eiche für süßere, karamellige Aromen bekannt ist.
Das Solera-Prinzip
Einige hochwertige Brandys reifen über Jahre, mitunter sogar für Jahrzehnte, in einem sogenannten Solera-System. Dieses besteht aus mehreren übereinander gestapelten Reihen von Eichenfässern. Die unterste Reihe wird als »Solera« bezeichnet, die darüberliegenden Reihen als »Criaderas«. Aus der unteren Solera-Reihe wird Brandy zur Abfüllung entnommen. Die entnommene Menge wird anschließend schrittweise mit Brandy aus der nächsthöheren Fassreihe (der ersten Criadera) aufgefüllt. Dieser Prozess wird dann von oben nach unten wiederholt, bis die obersten Holzfässer mit frischem Brandy befüllt werden.
Durch das schrittweise Vermischen des Weindestillats stellen die Erzeuger sicher, dass jeder aus der Solera entnommene Brandy eine Mischung aus verschiedenen Altersstufen darstellt. Die so erzeugten Brandys behalten eine konstante Qualität und einen gleichbleibenden, unverwechselbaren Geschmack – den »Hausgeschmack«.
Unsere Empfehlung: Hochwertige Brandys bei Club of Spirits
- Der »Carlos I« von Osborne ist ein spanischer Premium-Brandy aus der Region Jerez, gereift im Solera-System in ehemaligen Sherryfässern. Diesem aufwendigen Herstellungsverfahren verdankt der Brandy seine samtige Textur, tiefen Sherry-Noten und eleganten Aromen von Vanille und Nuss.
- Die Marke Metaxa steht für griechischen Brandy mit einer einzigartigen Rezeptur aus Weinbrand mit Muskateller als Grundwein und einer geheimen Kräutermischung. Bekannt ist der mediterrane Brandy für seine milde, weiche Struktur und floralen Noten, die ihn von klassischen Brandys abheben.

Du möchtest Brandy auf höchstem Niveau genießen? Dann
findest du bei Club of Spirits ausgewählte Weindestillate, die Tradition,
Handwerkskunst und außergewöhnliche Aromatik vereinen. Die Bezeichnung Gran
Reserva weist auf besonders lange gereifte Brandys hin, deren Aromen sich
über viele Jahre im Eichenholzfass harmonisch entwickeln konnten. Außerdem
findest du bei uns verschiedene Brandys, die nach dem Solera-Verfahren destilliert werden. Bei diesen
Erzeugnissen kannst du besonders hohe Qualitätsstandards und ein
vielschichtiges Geschmacksprofil erwarten.
Brandy trinken, aber richtig: Genusskultur und Serviertipps
Brandy entfaltet sein volles Aromenspektrum bei einer Trinktemperatur zwischen 16 und 20 °C – leicht unter Zimmertemperatur. Am besten genießt du ihn aus einem bauchigen Schwenker oder einem Tulpenglas. In vielen Ländern trinkt man Brandy als klassischen Digestif nach dem Essen in ruhiger Atmosphäre. Die Spirituose harmoniert dabei hervorragend mit dunkler Schokolade oder kräftigem Käse. Hier kommen verschiedene intensive Aromen zusammen.
Neben dem puren Genuss hat Brandy auch in der Cocktailkultur einen festen Platz. Perfekt geeignet ist Brandy zum Beispiel als Zutat in einem Sour. Entdecke dazu unser Rezept für den sommerlichen Carlos I Jerez Sour. Es ist gerade nicht Sommer? Dann probiere unser Rezept für den Brandy Alexander – ein Fest für alle, die eine cremige Süße und den Geschmack von Kaffee mögen. Noch mehr Inspiration zum kreativen Mixen findest du in unseren Cocktail-Rezepten.

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Bei Club of Spirits findest du eine erlesene Auswahl an Brandys. Unsere Spirituosen-Experten achten besonders auf die Qualität und gesicherte Herkunft unseres Sortiments. Entdecke bei uns echte Premium-Abfüllungen sowie besondere Spezialitäten und Raritäten. Für nur 2,89 € Versandkosten erhältst du deinen Weinbrand in wenigen Tagen nach Hause geliefert. Ein Brandy trifft deinen Geschmack nicht? Dank unserem 30-Tage-Rückgaberecht bei Nichtgefallen kaufst du bei Club of Spirits jederzeit sicher ein.
FAQ – Häufige Fragen zu Brandy und Weinbrand
Brandy ist ein Weinbrand, der aus destilliertem Wein hergestellt wird und meist in Eichenfässern reift. Der Mindestalkoholgehalt von Brandy liegt bei 36% vol. Sein Geschmack und seine Aromen reichen je nach Herkunft und Reifung von fruchtig bis würzig.
Branntwein ist der Oberbegriff für alle destillierten Spirituosen, unabhängig vom verwendeten Rohstoff. Weinbrand ist in Deutschland eine geschützte Bezeichnung für aus Wein hergestellten Brand mit mindestens 36% vol., der mehrere Monate in Eichenfässern reifen muss. Brandy ist die internationale Variante von Weinbrand. Die Herstellung und Reifung dieser Weindestillate folgt länderspezifischen Regeln – mit regionalen Besonderheiten wie spanischem Brandy de Jerez aus Sherryfässern oder griechischem Metaxa mit Muskatellerwein und Kräutern.
Traditionell wird Brandy als Digestif nach dem Essen genossen, bei einer Trinktemperatur zwischen 16 und 20 °C – manchmal auch leicht erwärmt im Schwenker. Er eignet sich aber auch hervorragend als Zutat in Cocktails oder in Kombination mit Schokolade oder Käse.
Zu den bekanntesten Brandy-Marken zählt Osborne aus Spanien, wo der Brandy im Solera-System in Sherryfässern reift. Auch die griechische Marke Metaxa mit ihrer besonderen Mischung aus Weinbrand, Muskatwein und Kräutern ist auf der ganzen Welt beliebt.
Lagere Brandy am besten stehend, kühl, lichtgeschützt und in fest verschlossenen Flaschen.
Die Bezeichnung »Gran Reserva« kennzeichnet besonders lange gereifte Brandys, die über viele Jahre in Eichenfässern lagern und dadurch ein tiefes, komplexes Aroma entwickeln.
Das Solera-Verfahren ist eine Reifemethode, bei der jüngere und ältere Destillate in einem Fasssystem kontinuierlich miteinander vermischt werden. Dadurch entsteht ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau und ein wiedererkennbares Geschmacksprofil.
