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Was genau ist Brandy?
Brandy ist ein Weinbrand, also eine Spirituose, die durch die Destillation von vergorenem Wein entsteht. Nach der Gärung wird der Wein gebrannt, um die Aromen zu konzentrieren und den Alkoholgehalt zu erhöhen. Anschließend reift das Destillat in Holzfässern, wo es seine bernsteinfarbene Tönung und die typischen Noten von Vanille, Karamell und Dörrfrüchten entwickelt.
Das Wort »Brandy« leitet sich vom niederländischen »brandewijn« ab, was so viel wie »gebrannter Wein« bedeutet. Heute steht der Begriff weltweit für hochwertige Weindestillate, von denen viele eine geschützte regionale Herkunft tragen. Bekannte Stile sind der spanische Brandy de Jerez und der griechische Metaxa, die beide ihren ganz eigenen Charakter mitbringen.
Der Unterschied zwischen Weinbrand, Branntwein und Brandy
Brandy und Weinbrand meinen im Kern dasselbe: ein Destillat aus Wein. »Brandy« ist die international gebräuchliche Bezeichnung, während »Weinbrand« in Deutschland und der EU rechtlich geschützt ist. Ein Weinbrand muss ausschließlich aus vergorenem Wein gebrannt werden und mindestens 36% vol. Alkohol enthalten.
Der weiter gefasste Begriff »Branntwein« beschreibt dagegen jedes gebrannte alkoholische Erzeugnis, unabhängig vom Ausgangsstoff. Jeder Weinbrand ist also ein Branntwein, aber nicht jeder Branntwein ein Weinbrand. Spirituosen aus Obst wie Williams-Birne oder Kirsche zählen zu den Obstbränden und sind kein Brandy. Eine große Auswahl davon findest du in unserer Kategorie Obstbrand.
Herstellung und Reifung: Vom Wein zum Brandy
Am Anfang jedes Brandys steht ein neutraler Weißwein, der nach der Gärung destilliert wird. Traditionell kommen dafür kupferne Brennblasen zum Einsatz, wie etwa beim spanischen Carlos I. Das frische Destillat ist noch farblos und scharf, erst die Reifung im Eichenfass verleiht ihm Farbe, Tiefe und Geschmack.
Während der Lagerung gibt das Holz Vanille-, Karamell- und Würznoten an die Spirituose ab, gleichzeitig runden sich die Aromen über die Jahre ab. Viele spanische Brandys reifen in Fässern aus amerikanischer Eiche, in denen zuvor Sherry ausgebaut wurde, was ihnen eine charakteristische nussige Süße schenkt.
Das Solera-Verfahren
Beim Solera-Verfahren lagern die Fässer in mehreren übereinanderliegenden Reihen. Die unterste Reihe heißt »Solera« und enthält die ältesten Brandys. Aus ihr wird für die Abfüllung entnommen. Die darüberliegenden Reihen werden als »Criaderas« bezeichnet und enthalten schrittweise jüngere Destillate. Nach jeder Entnahme füllt man die Solera mit Brandy aus der nächsthöheren Criadera auf. Dieses Prinzip setzt sich bis zur obersten Fassreihe fort.
Durch die kontinuierliche Vermählung jüngerer und älterer Destillate entsteht ein Brandy mit gleichbleibend harmonischem Charakter. Gleichzeitig bleiben Anteile lang gereifter Reserven dauerhaft erhalten. Brandy de Jerez aus Spanien reift traditionell nach diesem Solera- und Criadera-System, das für seine ausgewogene Aromatik und besondere Tiefe bekannt ist.
Brandy de Jerez und Metaxa: Zwei große Stile
Der Brandy de Jerez stammt aus der Region um die andalusische Stadt Jerez de la Frontera und trägt eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Seine Reifung in ehemaligen Sherryfässern nach dem Solera-Prinzip macht ihn samtig, nussig und vollmundig. Marken wie Carlos I und Osborne Veterano stehen für diesen spanischen Stil.
Der griechische Metaxa geht seinen eigenen Weg: Für seine Herstellung verbindet die griechische Traditionsmarke gereiftes Weindestillat mit Muskatweinen von den Inseln Samos und Lemnos. Diese Kombination prägt den Charakter des Brandys und sorgt für eine fruchtig-florale Süße mit Anklängen von Orangenblüte, Aprikose und Honig. Die Sterne auf dem Etikett geben Auskunft über die Mindestreifezeit in Eichenfässern. Ein Metaxa 5 Sterne reift mindestens 5 Jahre, ein Metaxa 7 Sterne mindestens 7 Jahre und ein Metaxa 12 Sterne mindestens 12 Jahre. Mit zunehmender Reife entwickeln sich die Aromen weiter und gewinnen an Tiefe und Vielschichtigkeit.
Unsere Empfehlung: Hochwertige Brandys bei Club of Spirits
Drei Brandys für jeden Geschmack
Aus unserem Sortiment stellen wir dir drei Brandys vor, die unterschiedliche Stile und Preisklassen abdecken, vom zugänglichen spanischen Einstieg bis zur ausgereiften Solera-Spezialität. So findest du schnell den passenden Begleiter für deinen Genussmoment.
- Der Osborne Veterano Reserva ist ein spanischer Brandy aus Cádiz und ein idealer Einstieg in die Welt des Weinbrands. Er reift in Fässern aus amerikanischer Eiche, in denen zuvor Sherry ausgebaut wurde, und überzeugt mit einem intensiven Aroma von Vanille, geröstetem Karamell und Zedernholz, abgerundet vom Duft getrockneter Aprikosen. Sanft und vollmundig im Geschmack, ist er ein verlässlicher Allrounder für jeden, der Brandy entdecken möchte.
- Der Metaxa 7 Sterne steht für den griechischen Brandy-Stil. Er zeigt reife Pfirsiche, Pflaumen und getrocknete Blüten, untermalt von feinen Toffee-Noten. Der Charakter ist süß und rund mit vollem Körper und einem fruchtigen Abgang. Wer den fruchtig-floralen Metaxa-Stil mit etwas mehr Tiefe als beim Fünf-Sterne Metaxa sucht, liegt hier goldrichtig.
- Der Carlos I Pedro Ximénez ist ein Brandy de Jerez Gran Reserva der Spitzenklasse. Sein volles Bukett aus karamellisierten Eichennoten, geröstetem Kakao und Lakritz mündet in einen samtig weichen Charakter mit Rosinen und langem Abgang. Geprägt wird dieser von einem Finish in über 100 Jahre alten Pedro-Ximénez-Sherryfässern, das dem Brandy zusätzliche Tiefe und seine markante Süße verleiht. Bei der International Wine and Spirit Competition 2021 wurde er mit 91 Punkten ausgezeichnet, was seineen besonderen Charakter noch einmal untersteicht.

Brandy richtig trinken: Genuss und Serviertipps
Brandy entfaltet sein volles Aromenspektrum bei einer Trinktemperatur zwischen 16 und 20 °C. Am besten genießt du ihn pur aus einem bauchigen Schwenkglas, dessen Form die Aromen bündelt. Die Wärme der Hand am Glasballon unterstützt dabei, dass sich die Duftnoten besser lösen.
Klassisch wird Brandy als Digestif nach dem Essen serviert, in Ruhe und in kleinen Schlucken. Wer es kühler mag, gießt einen jüngeren Brandy auf Eis. Auch in Cocktails macht er eine gute Figur, etwa im cremigen Brandy Alexander oder im fruchtigen Carlos Jerez Sour. Brandyflaschen lagerst du übrigens am besten stehend, damit der hochprozentige Inhalt den Korken nicht angreift.
Speisebegleitung: Osborne Veterano Reserva zu Crème brûlée
Der Osborne Veterano Reserva ist als Digestif ein wunderbarer Begleiter zu einer karamellisierten Crème brûlée. Die Vanille- und Karamellnoten des Brandys spiegeln die geröstete Zuckerkruste des Desserts und nehmen seine cremige Süße auf. Der Duft getrockneter Aprikosen und das Zedernholz setzen einen würzig-trockenen Kontrapunkt zur weichen Vanillecreme, sodass das Dessert nicht zu süß wirkt. Die sanfte Fülle des Weinbrands legt sich harmonisch über den Löffel, während die feinen Eichennoten den Nachklang verlängern. So wird aus einem einfachen Dessert ein runder, genussvoller Abschluss des Menüs.

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Bei Club of Spirits findest du ausgewählte Brandys aus Spanien und Griechenland – vom traditionsreichen Brandy de Jerez bis zum unverwechselbaren Metaxa. Unser sorgfältig kuratiertes Sortiment bietet passende Entdeckungen für viele Geschmäcker, egal ob du einen zugänglichen Weinbrand für den Feierabend oder eine gereifte Gran-Reserva-Spezialität für besondere Momente suchst, hier wirst du fündig. Probier dich durch die verschiedenen Stile und entdecke deinen persönlichen Favoriten.
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FAQ – Häufige Fragen zu Brandy und Weinbrand
Brandy ist eine Spirituose, die durch die Destillation von vergorenem Wein entsteht und anschließend in Holzfässern reift. Dabei erhält er seine bernsteinfarbene Tönung sowie Aromen von Vanille, Karamell und Dörrfrüchten.
Brandy und Weinbrand bezeichnen im Kern dasselbe Getränk, nämlich ein Destillat aus Wein. »Brandy« ist die international gebräuchliche Bezeichnung. »Weinbrand« ist hingegen die in Deutschland und der EU rechtlich geschützte Bezeichnung und muss mindestens 36% vol. Alkohol enthalten.
Cognac ist eine besondere Form des Brandys, die ausschließlich aus der gleichnamigen französischen Region stammt und festen Herstellungsregeln folgt. Jeder Cognac ist also ein Brandy, aber nicht jeder Brandy darf sich Cognac nennen.
Traditionell wird Brandy als Digestif nach dem Essen genossen, bei einer Trinktemperatur zwischen 16 und 20 °C in einem bauchigen Schwenkglas. Jüngere Brandys schmecken auch auf Eis, und in Cocktails wie dem Brandy Alexander kommt er ebenfalls gut zur Geltung.
Lagere Brandy am besten stehend, kühl, lichtgeschützt und in fest verschlossenen Flaschen.
Ein Weinbrand muss in der EU mindestens 36% vol. Alkohol enthalten. Die meisten Brandys liegen zwischen 36 und 40% vol., gereifte Gran-Reserva-Qualitäten bewegen sich am oberen Ende dieser Spanne.
Die Bezeichnung »Gran Reserva« kennzeichnet besonders lange gereifte Brandys, die über viele Jahre in Eichenfässern lagern und dadurch ein tiefes, komplexes Aroma entwickeln.
Zu den bekanntesten Brandy-Marken zählt Osborne aus Spanien, wo der Brandy im Solera-System in Sherryfässern reift. Auch die griechische Marke Metaxa mit ihrer besonderen Mischung aus Weinbrand, Muskatwein und Kräutern ist weltweit bekannt.
Die Sterne auf dem Etikett geben an, wie viele Jahre der Metaxa in Eichenfässern gereift ist. Ein Metaxa 7 Sterne reifte also länger als ein Fünf-Sterne und zeigt entsprechend mehr Tiefe und Fülle im Geschmack.
Das Solera-Verfahren ist eine Reifemethode, bei der jüngere und ältere Destillate in einem Fasssystem kontinuierlich miteinander vermischt werden. Dadurch entsteht ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau und ein wiedererkennbares Geschmacksprofil.
